Chiang Mai

(15.04-19.04.16)

Weiter in den kühlen Norden, weg von der Hitze so hofften wir. Also buchten wir uns einen Tag vorher einen Non-Stop Flug nach Chiang Mai (Dauer 1h) mit der neuen Airline Thai Lion Air für 35€ p.P., anstatt 12h Busfahrt. Und schon konnte die Reise weitergehen. Angekommen in Chiang Mai waren wir doch etwas geschockt, kann es denn noch heißer werden??? Ja willkommen zu 40•C+ in Chiang Mai. Auch hier wurde das Songkran Festival gefeiert, einen Tag länger als in Bangkok (aufgrund der Wasserknappheit und anhaltenden Dürre durften die Wasserspiele in Bangkok nur an zwei von drei geplanten Tagen und in Chiang Mai, wo das Fest seinen Ursprung feiert, nur an drei anstatt fünf geplanten Tagen stattfinden). Da wir keine Lust hatten auf komplett nasses Gepäck entschieden wir uns gegen den Ca. 10-15 Minuten Fußmarsch zu unserem Guesthouse und nahmen stattdessen ein völlig überteuertes Taxi. Dieses Vorgehen hat sich ausgezahlt, da die Festspiele in Chiang Mai ein ganz anderes Kaliber hatten als in Bangkok. Auf beiden Straßenseiten standen komplette Familien (von der Ca.80 jährigen Großmutter bis zum kleinstem Enkelkind) und lauerten mit großen Wassereimern. Kein Entkommen, da es über all so aussah, egal ob Haupt-/Nebenstraße. Auch auf Leute mit Koffern wurde keine Rücksicht genommen im Gegenteil, der bekam einen extra Eimer. Nachdem wir das Gepäck in unserem schönem einfachem Zimmer (für 10€ p.P/Nacht) in Sicherheit gebracht haben, stürzten wir uns ins Getümmel und waren froh, um die Abkühlung!!!

Nachdem Songkran Festival verfiel Chiang Mai in eine Art Winterschlaf. So blieben viele Geschäfte geschlossen, da die meisten Einheimischen immernoch bei ihren Familien in den Bergen waren, wo sie ihre Feiertage verbrachten. Auch wir wurden langsam entspannter, gleichwohl man sich gelegentlich noch dabei ertappte, dass man argwöhnisch um die Ecke schaute oder erschreckte, wenn etwas neben einem raschelte, immer in Erwartung plötzlich mit Eiswasser übergossen zu werden. 

Inspiriert und angetan von dem leckeren Essen, den überwältigenden Märkten mit ungewohnten Lebensmitteln und Gewürzen meldeten wir uns in einer Kochschule an. Wir fuhren gemeinsam morgens zum Markt, erfuhren einiges zu den uns unbekannten Lebensmitteln und kochten anschließend ein 5-Gänge Menü. Wir haben sogar unsere eigene Chilipaste hergestellt. Ein tolles Erlebnis mit viel zuviel Essen, wir waren selbst am nächsten Tag noch satt 😉

Um nicht zu träge zu werden, unternahmen wir ein Trekking in die Bergwelt um Chiang Mai. Aufgrund der Trockenzeit liefen wir allerdings die meiste Zeit, nicht wie erhofft im Schatten des Urwaldes sondern unter der prallen Sonne bei ca. 40C. Jeder von uns trug ca. 2,5 Liter Trinkwasser, welches wir gelegentlich über unseren Kopf gossen, damit dieser nicht wie ein Dampfkochtopf explodierte (dies erinnerte sehr an ein Trekking bei gefühlten 40C in Italien, wo wir die einzigen waren, während alle anderen gemütlich am Strand lagen und man gelegentlich das Blau des Meeres aufblitzen sah und die Geräusche der Badenden hörte). Anders als in Italien, wo man mit einer schönen Aussicht belohnt wurde, kamen wir nach 2h Trekking (ohne Frühstück, da wir mal wieder spät dran waren 😉 an einem kleinem Wasserfall an, so dankbar für die Abkühlung. Nachdem Lunch dort, ging es weiter bergauf zu einem kleinem Village, wo allerdings selbst die Einheimischen vor der Hitze geflohen waren, zumindest schien es so, da niemand zu sehen war, bis auf eine ältere Dame, welche vor ihrem offenen Kühlschrank saß (ohhh ich wollte mich so gern dazu setzen!!!). Weiter ging die abenteuerliche Tour auf der Ladefläche eines SŎRNGTĂAOU, wessen Sitzbank während der Fahrt abbrach auf der nicht vorhandenen Straße stets am Rande eines Reisfeldes / Abgrund,… Nach dieser Nervenaufreibenden Fahrt gleiteten wir auf einem Bambusfloß durch den Urwald und landeten schliesslich im La Orchid Elephant Rescue Center, wo wir erstmalig in näheren Kontakt mit den riesigen beieindruckenden Dickhäutern kamen.

Impressionen von Chiangmai

         

Kochkurs


Trekking


Seidenfabrik

  

3 Gedanken zu “Chiang Mai

  1. Schön, mal wieder von Euch zu hören. Um die 40°C beneide ich Euch allerdings nicht. Um die vielen tollen Erlebnisse jedoch schon. Passt weiter auf Euch auf und schreibt ab und zu – und wenn es nur kurz ist, wir warten alle auf Nachrichten.

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    1. Wir versuchen weiter am Blog zu arbeiten und werden einen Beitrag mit Aktuellem einrichten, um gelegentlich kurze Nachrichten/Bilder/Updates von Zwischendurch zu schicken. Die Zeit verfliegt und wir sind aller paar Tage woanders,… zu viele Eindrücke

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  2. Liebe Anne, schön dass ihr so viele wunderbare Erlebnisse habt und dass du dich immer noch an unsere kleine Wanderung in Cinque Terre erinnerst 🙂

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